Der EineWeltLaden verkauft wieder faire Orangen

von F.Pietz (Kommentare: 0)

Der EineWeltLaden verkauft wieder faire Orangen

Liebe Freundinnen und Freunde des Dülmener EineWeltLadens,

es gibt sie wieder: mit einwöchiger Verspätung kommen ab Donnerstag, den 18. März wieder Orangen von der Genossenschaft "SOS Rosarno" aus Kalabrien in  unserem Laden zum Verkauf. Im Gegensatz zur vorherigen Lieferung kann man diese Orangen nur direkt im Laden erwerben. Der Preis für eine Kiste beträgt 30 €, man kann sie aber auch stückweise bekommen.
Seit Montag ist der EineWeltLaden auch zu seinen regulären Öffnungszeiten zurückgekehrt:
 
Montags - Freitags von 10 - 13 h und 15 - 18 h sowie Samstags von 10 - 13 h.
 
Kommen Sie mal vorbei. Wir haben auch schöne Osterartikel!

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Wir verkaufen im März wieder frische Orangen! Und das kam so:


Orangen, Zitronen, Grapefruit, Mandeln ... Rosarno, die Kleinstadt in Kalabrien, in der Nähe der Stiefelspitze, ist ein Paradies auf Erden. Doch nicht für die Bauern und Erntehelfer, die diese und andere Früchte anbauen und ernten. Von November bis April helfen ca. 2.500 Wanderarbeiter, meist afrikanische Geflüchtete, bei der Orangenernte. Sie arbeiten auf den umliegenden Plantagen für ca. 20 € am Tag. Kein Lohn, von dem man anständig leben, geschweige denn eine Miete bezahlen kann. Die Erntehelfer hausen in Ruinen stillgelegter Fabriken, zusammengepfercht und unter erbärmlichen Bedingungen. Ohne die Migranten würde die ohnehin schwache kalabrische Wirtschaft kollabieren.

 

Die Abnehmer der Früchte sind multinationale Konzerne und Handelsketten. Sie diktieren den Bauern die Preise, die nicht einmal die Produktionskosten decken. Deshalb haben die Bauern nur zwei Möglichkeiten: entweder die Früchte auf den Bäumen verfaulen zu lassen oder die Tagelöhner auszubeuten. Überall in Südeuropa malochen Migranten für Hungerlöhne auf Obst- und

Gemüseplantagen. Diese moderne Form der Sklaverei ist eine Folge des globalen Wettbewerbs. Doch in Rosarno entstand eine Keimzelle des Widerstands: Eine Gruppe von Aktivisten, Landwirten und Tagelöhnern gründeten den Verein „SOS Rosarno". Die Landwirte verpflichten sich, ihren Arbeitern Tariflöhne zu zahlen, sie mit regulären Arbeitsverträgen auszustatten und ausschließlich Bio-Landbau zu betreiben. „SOS Rosarno“ wiederum organisiert den Vertrieb an kleine Bioläden und Gruppen solidarischen Konsums.

Der Dülmener EineWeltLaden unterstützt die Arbeit von „SOS Rosarno“ und hat – über die Evangelische Kirche von Westfalen -mehrere Kisten der wohlschmeckenden Bio-Orangen bestellt. Die Früchte eignen sich sowohl zum Direktverzehr als auch zum Auspressen.!

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